Kann die Versorgung in Gefahr geraten? Wofür wir digitale Resilienz brauchen
Shownotes
Kann die Versorgungssicherheit in Gefahr geraten? Wofür wir digitale Resilienz brauchen
Dieser Frage gehen wir in unserer neuen Podcastfolge nach. Ralf Werner und Nina-Maria Haupt sprechen über die Widerstandskraft digitaler Systeme, über die Unabhängigkeit von einzelnen Firmen, über Künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag und darüber, wo Menschen unersetzlich sind. Außerdem erklären wir, warum das alles wichtig ist, damit wir immer warme Wohnungen und laufende Kraftwerke haben.
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00:00:03:
00:00:18: Kann die Versorgungssicherheit in Gefahr geraten?
00:00:21: So schützen wir unsere digitalen Systeme.
00:00:23: Heute dreht sich alles um genau dieses spannende und wichtige Thema!
00:00:27: Und damit herzlich willkommen zur nächsten Ausgabe von Rohrpost, dem Energiewende-Podcast von OGE.
00:00:32: Hier geht es um spannende Themen rund um Pipelines und die Energiewände.
00:00:36: Ich bin Nina Maria Haupt aus der Unternehmenskommunikation Ganz herzlich willkommen.
00:00:43: Ich freue mich, dass du da bist.
00:00:44: Hallo!
00:00:45: Sag mal wie oft am Tag befragst du die KI?
00:00:48: Schon mehr als zehnmal also.
00:00:50: ich habe ja verschiedene Kis.
00:00:52: Ich schreibe noch immer zu viele E-Mails finde ich aber die wichtigen E-mails, da jag' ich dann auch den Co-Piloten drüber ist es ja auch eine KI.
00:01:00: Frage sehr auf Chatchi Pity immermehr auch andere Plattformen wie Claude beispielsweise Und bekommen da immer sehr gute Antworten, die mir dann auch im Tagesablauf helfen.
00:01:11: Und wie resilient muss man als IT-Chef bei OGE eigentlich sein?
00:01:16: Oh, das ist eine tolle Frage!
00:01:18: Resilient heißt ja widerstandsfähig und also ich bin jetzt ja auch schon ein paar Tage dabei war OGE und habe auch das Glück ganz tolles Team zu haben mit dem ich zusammen arbeite und ich finde diese Widerstandsfähigkeit hier haben wir als kritis Unternehmen in den letzten Jahren sehr gut aufgebaut, das muss man auch trainieren.
00:01:37: Daher würde ich mich schon als Resilient bezeichnen jetzt nicht nur auf IT-Tails bezogen sondern auch generell.
00:01:43: Das klingt schon mal vielversprechend.
00:01:44: Wir sprechen nämlich gerade über digitale Resilienz, jetzt aber mal die Frage was versteht man denn unter digitaler Resilience?
00:01:51: Resilient
00:01:53: heißt ja widerstandsfähig zu sein.
00:01:55: wir haben auch das Thema Resiliens in unserer neuen Unternehmen Strategie mit aufgenommen was ich auch sehr richtig finde.
00:02:01: und wenn man es auf den digitalen Raum bezieht dann dann heißt es eigentlich, in der Lage zu sein meine Prozesse aufrecht zu erhalten.
00:02:08: Im Fall von Cyberattacken oder anderen kritischen Störungen schnell in der Lage zu sein die Geschäftsprozesse der OGE aufrechterhalten oder wiederaufzubauen.
00:02:21: und genau das ist im Grunde aus meiner Sicht das Thema digitaler Resilienz.
00:02:25: Wir sind ja jetzt der größte Gasnetzbetreiber in Deutschland mit zwölftausend Kilometern Leitungsnetz, also ungefähr so viel wie das deutsche Autobahn-Netz.
00:02:33: Ohne uns bleiben im Winter an vielen Häusern die Wohnung kalt und die Fabriken stehen still oder die Kraftwerke.
00:02:39: Warum ist es so wichtig dass wir auch Digitalresilienz sind?
00:02:42: Und nicht nur was die Pipelines im Boden angeht?
00:02:44: Es ist ja auch ein Trugschluss zu glauben, dass wir ein analoges Geschäft haben.
00:02:50: Auch die Pipeline haben Sensoren alle Assets, nicht nur bei der OGE sondern auch bei anderen Infrastrukturbetreibern.
00:02:58: Das heißt da werden Daten gesendet die müssen empfangen werden, sie müssen über Netzwerke übertragen werden, die müssen in Rechenzentren oder in Cloud-Infrastrukturen gespeichert werden und die werden dann von Softwaresystemen genutzt.
00:03:12: Und diese ganzen Daten müssen halt so abgebildet und bewahrt werden dass man damit konsistente Prozesse ablaufen lassen kann, damit unsere ganzen Systeme vom Einkauf bis zur Netzsteuerung in der Kommunikation aber auch in der IT funktionieren.
00:03:32: und dafür braucht man eine digitale Resilienz.
00:03:34: Das heißt digitaler Resilience ist sowas wie IT-Sicherheit.
00:03:37: oder gibt es da noch Unterschiede?
00:03:38: Nee, ist ein bisschen was anderes... Es gibt so drei Begriffe eigentlich.
00:03:43: Es gibt Cyber Security, IT-Sicherheit und digitale Resilienz.
00:03:48: Und digitaler Resilient ist quasi eine Klammer über allem diese Widerstandsfähigkeit im digitalen Raum.
00:03:54: IT-sicherheit ist aus meiner Sicht mehr.
00:03:56: Da geht es auch um Informationssicherkeit, um Integrität, Verfügbarkeit also schon ein bisschen was weiteres.
00:04:03: und Cyber Security da geht's eben darum dass man in der Lage sein muss.
00:04:07: Eine Cyberattacke abwehren zu können, damit umgehen zu können.
00:04:11: Da kann man so ein bisschen abschichten.
00:04:13: und müssen wir uns häufig gegen IT-Angriffe wehren?
00:04:17: Ja täglich also.
00:04:19: wir haben einen sogenannten Security Operations Center kurz SOC aufgebaut sowohl für die IT das ist quasi Commercial IT, die wir beide so täglich benutzen.
00:04:32: Outlook aber auch SAP.
00:04:34: und dann gibt es die OT, die Operational Technology, die läuft eher in der Technik ab und beide haben eigentlich gleiche Prinzipien und für beides braucht es halt ein sogenanntes Security Operations Center was die ganzen Attacken abwird und das ist gar nicht so dass wir bewusst attackiert werden sondern das ist mittlerweile, habe ich gelernt die viertgrößte Wirtschaft weltweit.
00:04:59: Also wenn man mal global sieht, die größte Wirtschaft hat die USA dann kommt China und an dritter Stelle kommt schon die Cybercrime-Wirtschaft, die ist mittlerweile so groß geworden Und das zeigt einfach dass dahinter so viel Profit steckt.
00:05:16: und da werden einfach Attacken zufällig auch auf OGE abgegeben, so genannte Ransomware Attacken und gegen die müssen wir uns wehren.
00:05:25: Es gibt aber auch dedizierte Attacken, gegen die wir uns auch wehrehen müssen.
00:05:28: also gibt es ganz differenzierte Abwehrtaktiken.
00:05:32: So ein bisschen wie im Sport, man muss sich da gegen wehern, muss das auch trainieren?
00:05:35: Das ist auch viel Sport und das tun mir auch.
00:05:38: Aber das ist halt schon so dass gerade als Infrastrukturbetreiber jetzt muss man sagen ich glaube die Elektronenwelt mehr im Fokus, einfach weil sie auch visibler ist.
00:05:49: Unser Pipeline sieht man ja nicht die Strommasten sieht man und da ist schon ein hoher anderes Vektor da der stark stetig und deswegen müssen wir da auch stetisch mit trainieren, mitwachsen und uns immer wieder anpassen.
00:06:02: Und wie trainieren wir IT-Sicherheit oder digitale Resilienz?
00:06:06: gibt es verschiedene Ebenen.
00:06:08: Zum einen, also der größte anderes Vektor sagt man ja und das gilt nicht nur für OGE, sondern generell ist er Mitarbeitende.
00:06:15: Und das gar nicht böswillig gemeint sind auch eher zufällig unachtsam.
00:06:19: Das fängt bei Passwörtern an.
00:06:21: da sind wir mittlerweile auch sehr gut aufgestellt.
00:06:25: Es ist ein anderes Vector, der aus meiner Sicht verschwindet wird weil es immer andere, beispielsweise über Gesichtserkennung andere Methoden gibt wie man eben passwörter dann nicht mehr so in dem Umfang braucht und dadurch eben auch nicht mehr angreifbar ist.
00:06:40: Bei der Mitarbeitenden, da geht es eher um das Training, ums Bewusstmachen dass man sich verhält in einem Sinne der halt wenig Potenzial für Angriffe gibt.
00:06:49: dann gibt's natürlich die Technologie, dass wir halt auch mit dem Sock was ich eben angesprochen habe aber auch mit verschiedenen Hardware- und Softwareelementen versuchen uns abzusichern.
00:07:01: Aber machen wir uns nichts vor, es gibt ja diesen tollen Spruch.
00:07:04: Es ist keine Frage ob wir angegriffen werden sondern wann wir angegriffen werden.
00:07:07: und da ist eigentlich viel spannender die Frage wie regieren wir dann?
00:07:11: Und wie bereiten wir uns darauf vor?
00:07:13: Das ist wirklich ein zentrales Element was wir haben.
00:07:16: Wir trainieren nicht täglich, aber schon regelmäßig unsere Teams.
00:07:21: Wie würden wir reagieren wenn wir angegriffen werden?
00:07:23: Was müssen wir tun?
00:07:25: haben in die Checkliste was müssen wir machen keine IT mehr haben?
00:07:28: dann hilft es ja nicht dass ich alles auf dem Laptop habe Wenn ich das laptop nicht benutzen kann.
00:07:33: und solche Abläufe das nennt man auch Business Continuity.
00:07:35: Ich hab auch ein Podcast zuletzt mit Armin Brügelmann gehört.
00:07:39: na das geht genau in diese Richtung.
00:07:40: da gehen wir auch Hand in hand.
00:07:43: Da ist eben wichtig das zu trainieren sich bewusstzumachen Und auch in der Situation die er a unerwartet und weh auch zeitlich in der Regel nicht geplant kommt.
00:07:52: Also wenn das Nacht zum Drei passiert, dann muss ich halt Ruhe bewahren, muss wissen was ich tue, muss nicht mehr nachdenken.
00:07:57: Das muss eine gewisse Routine sein und diese Routinen versuchen wir zu trainieren.
00:08:02: Und das machen wir schon seit mehreren Jahren und immer wieder verändert weil sich ja auch die Angreifer verändern.
00:08:07: Da kommt jetzt ganz viel KI da können wir glaube ich gleich auch nochmal ins Spiel.
00:08:11: also das ist schon sehr spannend.
00:08:13: aber da muss man wirklich am Ball bleiben.
00:08:15: Und wie verändert KI denn die Angriffe auf unsere IT-Infrastruktur?
00:08:20: Ja, das geht ja schon mit so profanen Dingen los.
00:08:22: Dass man sich überlegen muss ist... Der oder die mit dem ich gerade rede ist das wirklich ein echter Mensch?
00:08:28: Oder ist es eine KI, also Deepfakes.
00:08:31: Wie gut
00:08:31: dass wir uns
00:08:32: hier sehen können so anfassen.
00:08:35: Das ging ja vor ein paar Jahren los mit diesen Emails vom CFO wo man dann sehr schnell erkennen konnte anhand der E-Mail, dass es nicht echt ist.
00:08:44: Aber mittlerweile ist das ja so ausgefeilt, da sich Videos habe und das kann man... Ja, sehr einfach weil die Stimmen sind ja im Internet verfügbar.
00:08:53: Kann man sowas dann eben vortäuschen und da kommt wieder die Resilienz, die Widerstandsfähigkeit ins Spiel.
00:08:58: Da müssen unsere Mitarbeiter so geschult sein dass sie das erkennen.
00:09:02: der Prozess ist eigentlich ganz anderer funktioniert es noch nicht.
00:09:05: Frag ich lieber mal nach internen und kann dann sowas schnell auflösen.
00:09:08: Aber das ist eben... Das sind so die KI Bedrohungen die jetzt auch kommen deepfakes aber auch andere Bedrohung, es wird einfach alles sehr viel schneller und
00:09:22: auch
00:09:23: authentischer leider.
00:09:24: Das wird halt immer echter und deswegen haben wir beispielsweise ein tolles Format hier bei OGE den Freitag mit AI in der Mitte.
00:09:32: das ist einmal dem ersten Freitage im Monat wo wir über die neuesten Trends aber auch die bedrohungen und die Chancen, Chancengrisiken, da sind ja immer so Jena und Jan aufklären und da kann man eben eine ganze Menge mitnehmen, was so gerade auch außerhalb des OGE-Cosmos passiert.
00:09:49: Wenn die Attacken jetzt immer echter und gezielter werden und rund um die Uhr passieren können hast du dann manchmal schlaflose Nächte?
00:09:55: Ich schlafe eigentlich sehr gut!
00:09:57: Ich sagte das in Eingangs... ich habe ja schon eine gewisse Erfahrung und hab' auch ein tolles Team grade im speziellen Cyberumfeld aber auch darüber hinaus.
00:10:06: es ist ja nicht so.
00:10:07: Wir haben drei Leute in der Cyber Security, in der IT-Security.
00:10:13: Aber die sind eigentlich nur... ...die Ideen reingeben.
00:10:16: Die, die dann nachher agieren müssen,... ...sind alle in der IIT und darüber hinaus.
00:10:21: Und da kann ich mich schon drauf verlassen.
00:10:25: Wenn man das trainiert wie ich es eben gesagt habe, dann hat man sofort auch ein ganz anderes,... ...selbstbewusstsein und besseres Gefühl,... ...in solchen Situationen souverän agieren zu können.
00:10:35: Das lässt mich gut schlafen!
00:10:37: Wir waren eben bei Ideen, ich habe gehört du hast dich neulich auch mit einem Kollegen aus dem Strombereich ausgetauscht.
00:10:43: Was für Ideen habt ihr denn da ausgetauscht?
00:10:45: Kannst du mir was verraten?
00:10:46: Ja gerne!
00:10:48: Genau das ist ein ganz spannendes Unternehmen, Fünfzig Hertz die machen im Grunde dasselbe was wir im Gas, im Molekülumfeld machen, die mit den Elektronen.
00:10:57: Das sind einer von den vier UNBs Übertragungsnetzbetreibern und ich hatte zu ihm einen persönlichen Draht und wir haben uns ausgetauscht weil sie haben ein relativ dickes Brett gebohrt.
00:11:13: also wir sind ja in der IT so aufgestellt dass wir eher schlank aufgestellt sind das wir sehr viel mit Partnern machen Kern fokussieren.
00:11:22: Die haben aber hinterhergegangen und gesagt, wir wollen um resilienter zu werden und auch souveräner zu werden.
00:11:28: Wollen wir viel mehr Dinge selber bauen?
00:11:31: Wir haben gerade ein großes Projekt bei uns, wo wir ein neues Netzsteuerungssystem, neues Skada-System aufbauen.
00:11:38: Da haben die gesagt das wollen wir nicht vom Markt kaufen.
00:11:40: Das bauen wir uns selber damit wir resilienter sind, damit wir wissen wie das funktioniert.
00:11:46: Und jetzt ist natürlich auch im Strom die Reaktionsfähigkeit noch etwas höher als bei uns.
00:11:52: Das hat man ja letztens bei den Ausfallenfällen auch gemerkt, dann gibt es dann Kettenreaktionen.
00:11:55: da muss ich halt sehr gut mit den Daten umgehen können und sie haben quasi eine eigene Infrastruktur aufgebaut für ihre Netzsteuerung.
00:12:03: Die bauen jetzt die eigene Software dafür auf machen sehr viel mit KI Und sind so der Meinung, resilienter zu werden.
00:12:12: Eben auch vor dem Hintergrund dass sich die Energiewende ist ja im Strom auch in vollem Gange.
00:12:18: Also Photovoltaik, Windenergie ganz viele Daten kommen aus dezentralen Bereichen, die ich verarbeiten muss.
00:12:26: und da war eben deren Strategie.
00:12:29: das sie sagen, das mache ich selber, baue ich mir selber auf, habe da eigene Kompetenz und bin dadurch dann eben widerstandsfähiger.
00:12:37: Was für Notsystem haben wir denn, wenn bei uns mal was ausfällt?
00:12:57: Und wenn das so designt ist, dann sind wir da relativ robust aufgestellt.
00:13:11: Das muss dann eben Hand in Hand gehen.
00:13:13: und da komme ich wieder auf mein Training zurück.
00:13:14: Wenn du dann nur trainiert bist, wenn dir gut abgestimmt bist oder weißt was du machen musst, dann sparst du eine wichtige Zeit, dann bist du schneller wieder on air sozusagen und dann funktioniert wieder alles.
00:13:25: Wie
00:13:25: stelle ich mir das denn vor?
00:13:26: Wenn die IT mal komplett ausfällt, laufen wir mit Zettel- und Stift durch die Gegend?
00:13:30: Es ist halt die Frage, was ist komplett ausgefallen?
00:13:33: also... Deswegen haben wir seit Langem auch eine Architektur, die das eigentlich verhindern soll.
00:13:40: Wir haben zwei Rechenzentren und da hatten wir sehr viele Systeme.
00:13:44: Da haben wir mittlerweile einen Großteil in diese genannte Cloud gebracht.
00:13:48: Wir nutzen vor allen Dingen die Microsoft-Cloud, die nennt sich Azure.
00:13:52: Wir nutzt aber auch Systeme von AWS für Amazon.
00:13:59: Warum machen wir das?
00:14:00: Wenn man sehr viel flexibler ist... b, weil man eben auch eine Ausfallsicherheit hat.
00:14:05: Also wenn jetzt hier bei uns in Essen mal... Eine Havarie wäre großflächiger Stromausfall.
00:14:11: Das ist gar nicht so schlimm, weil wir dann Teile der Systeme auch in anderen Rechenzentren nämlich in der Klaut haben.
00:14:18: die stehen in Amsterdam, Dublin, Frankfurt und an anderen Standorten.
00:14:22: dadurch bist du halt resilienter.
00:14:24: von daher haben wir verschiedene Szenarien durchgespielt.
00:14:26: das ist jetzt hier das Thema Geo-Redundant.
00:14:29: es kann auch sein dass das hatten wir vor ein paar Jahren mal das wichtige zentrale Komponenten im Rechencentrum ausfallen.
00:14:35: Dann muss man eben überlegen Wie kann ich diese Prozesse überbrücken?
00:14:39: Und dann ist es nicht Papier- und Bleistift.
00:14:41: Aber das ist schon so, wie ich eingangs sagte wenn jetzt auch Office ausfällt... ...ich keine Mails mehr schreiben kann, da muss ich mir schon überlegen... ...wie kommuniziere ich?
00:14:52: Dann gibt's halt Chatmöglichkeiten,... ...dann gibt es Telefonien.
00:14:57: natürlich wir haben auch verschiedene Redundanzkonzepte in der Telefonie bis hin zur Satelliten-Telefonie die auch äußerst selten genutzt wird, aber für den Fall der Fälle wäre das halt möglich.
00:15:07: Also da gibt es verschiedene Ebenen je nach Prozess und Technologie.
00:15:12: Du hast eben ein ganz spannendes Stichwort genannt nämlich die Cloud dass wir da eben viele Daten liegen haben.
00:15:17: Außer der digitalen Resilienz gibt es ja noch die digitale Souveränität.
00:15:22: Steht das nicht im Widerspruch?
00:15:24: Ich hol mal bisschen aus wenn ich darf.
00:15:25: Ja
00:15:26: gerne!
00:15:26: Der
00:15:26: digitale Raum ist ja Monolithisch, sondern das sind eher verschiedene Ebenen.
00:15:33: Da gibt es eine ganz tolle Studie von der Bertelsmann Stiftung die nennt sich EuroStack.
00:15:37: Der hat nämlich den digitalen Raum in verschiedenen Schichten aufgeteilt.
00:15:41: Es geht los mit den Daten dann kommt die Software also Programme die wir nutzen, dann kommt die Hardware oder Infrastruktur auf denen diese Programme laufen, Plattformen.
00:15:51: Dann gibt es Netzwerke, die die Plattform miteinander verbinden.
00:15:56: Dann geht's noch weiter und dann gibt es Komponenten aus denen die Netzwerken und die Hardwares gemacht werden, seltener Erden als Beispiel oder Chips.
00:16:03: Das ist gar nicht unser Thema.
00:16:05: Wir sind eher so auf der ersten, zweiten, dritten Ebene also Daten-, Software-Infrastruktur zu Hause.
00:16:12: Und da gilt das natürlich schon zu überlegen, wie kann ich in diesen drei Domänen selbstständig entscheiden?
00:16:20: Und wir als Kritisunternehmen für uns ist das natürlich da relevant wo auch kritische Prozesse laufen.
00:16:26: Also ich lande immer wieder bei der Netzsteuerung oder bei den kommerziellen Prozessen und da ist es schon wichtig dass man digital souverän oder digital souvereiner wird.
00:16:37: Das ist immer ein Trade-off zwischen Funktionen, Kosten und der Souveränität am Ende des Tages weil Kann mir für ganz viel Geld, ganz viel Souveränität, siehe fünfzig Hertz kaufen oder leisten.
00:16:50: Oder ich muss halt überlegen wo setze ich den Hebel an?
00:16:53: Ich mache jetzt mal ein Beispiel.
00:16:55: Wir haben ja wir kennen alle wie lieben und kennen alle unsere Office Suite E-Mail Power Point Word.
00:17:03: das könnte ich mir natürlich um das machen hier einige öffentliche Firmen auch die sind jetzt zu OpenOffice gewechselt.
00:17:10: dann bin ich digital souveräner, aber funktionale Einbußen.
00:17:14: Und da ist halt die Frage will ich das?
00:17:18: Will ich mir das leisten?
00:17:18: wie hoch ist das Risiko der weniger souveränen Lösung von Microsoft?
00:17:23: und das ist an dieser Ecke glaube ich sehr einfach für uns zu beantworten.
00:17:28: Da würde ich sagen dass akzeptieren wir mal das Risico.
00:17:31: es gibt auch Bereiche wo ich dann auch sage okay da müssen wir mal hinschauen Und das haben wir in diesem Jahr auch gemacht.
00:17:37: Wir haben uns eine digitale Sovereinheitsstrategie definiert und haben im Team auch besprochen, wo wollen wir denn eigentlich Dinge souveräner machen als wir es heute schon machen?
00:17:48: Wie entscheide ich, wo ich denn digital souveräner sein möchte und wo das vielleicht ausreicht?
00:17:54: Wo eben auch dass das Risiko wenn ich nicht souverähn bin am höchsten ist.
00:18:00: also ich mache mal ein anderes Beispiel auf der Software Ebene.
00:18:05: Da haben wir einen sehr großen SAP-Stack.
00:18:08: Also die ganzen kaufmännischen Prozesse, Einkauf, Kontrolling, Finanzbuchhaltung aber auch in der Technik laufen auf SAP System und jetzt wäre so eine digitale Berenne Perspektive das ich mir überlege kann.
00:18:21: Ich will digital entscheiden und entscheidungsfrei sein.
00:18:24: Kann ich von SAP auf einen anderen Hersteller wechseln beispielsweise Oracle oder um das in kürzester Zeit?
00:18:33: da würde ich sagen da sind wir nicht digitale Souverän müssen es aber auch nicht sein, weil SAP ist ein deutscher Hersteller.
00:18:41: Wir haben ein gutes Vertragsverhältnis mit SAP langjährige Partnerschaft.
00:18:45: Da würde ich sagen okay da akzeptiere ich diese Nicht-Souveränität.
00:18:51: Aber wir sind jetzt beispielsweise mit anderen Netzbetreibern zusammen wo wir eine neue Vermarktungsplattform für Wasserstoff aufbauen wollen und das jetzt gerade aufbauen, da sagen wir natürlich schon der neue Hersteller, der das machen soll.
00:19:10: Der soll bitte schön digital souverän sein.
00:19:12: Das heißt er sollte seine Infrastruktur in Europa haben.
00:19:15: es muss nicht Deutschland sein kann auch Frankreich sein aber sollte dann die Daten, die wir dort ablegen auch in Europa ablegen kann in der Cloud sein muss nicht in unserem Rechenzentrum sein weil wir sind ja auch mit anderen zusammen.
00:19:27: also da kann man schon.
00:19:29: bei neuen Projekten kann man finde ich den Ansatz fahren, dass man da auch digitale Souveränität mit in die Anforderungen reinnimmt.
00:19:37: Du hast eben von der neuen Plattform gesprochen – wie hängen denn digitale Souveräenität und die Energiewende zusammen?
00:19:43: Das ist eine große Frage!
00:19:46: Und ich hatte mit dem Kollegen von Fünfzig Hertz, wir waren vor drei Wochen auf einer Veranstaltung, da war die Überschrift No Energy-Severanity without Digital-Soveranity Und das geht ja so ein bisschen in die Richtung.
00:20:00: Wenn ich mir die Energiewende angucke, dann ist die Energieinfrastruktur auch ein zu hundert Prozent digitales System und das heißt wenn ich mir überlege dass wir dort nicht souverän sind, dann haben wir natürlich anderes Vektor.
00:20:18: Wir haben ihm über Cyberattacken gesprochen nehmen an überall chinesische Komponenten verbaut und dann hätte in China ist ja so, dass durchaus die chinesischen Hersteller und das ist übrigens in Amerika nicht viel anders dort auch vom Staat beeinflusst werden können.
00:20:36: Und wenn sie dann sagen okay jetzt mache ich mal an den entsprechenden Netzwerkkomponenten manipuliert das mal.
00:20:43: Dann haben wir natürlich dann ein Thema, dass dezentral Dinge passieren die zentral nicht mehr gesteuert werden können.
00:20:50: und da ist es natürlich einen riesen Risiko auch jetzt für die Energiewende wo immer mehr dezentrale Assets in den Markt kommen, dass man eben auch wissen muss sind die Daten die ich empfange in der Zentrale sind die real und steuere ich dann entsprechend dagegen wenn irgendwelche Hürden, Grenzen überfahren werden.
00:21:11: Das ist natürlich total wichtig und das Risiko kann ich natürlich minimieren indem ich dort digitale Souveränekomponenten einbaue wo ich mir sicher bin dass ich die auch selber steuern kann.
00:21:23: und deswegen wird es steigen und für die Energiewende ein zentrales Thema werden.
00:21:29: Jetzt kommen wir mal zum ganz konkreten Arbeitsalltag hier bei OGE.
00:21:33: Wir sind ja eigentlich ein sehr traditionelles Unternehmen mit einer doch sehr langen Geschichte, das auf bewährte und sehr sichere Systeme setzt.
00:21:39: Was erledigen wir denn inzwischen digital was wir früher nur analog gemacht haben?
00:21:44: Ich nehme eigentlich kaum noch analoge Sachen wahr.
00:21:47: also selbst unsere Meetings werden ja komplett digital gefahren.
00:21:54: die Möglichkeit ja, Protokolle per Transkription mitzuschreiben.
00:22:00: Also ich glaube das ist eher Next Level digital.
00:22:04: also ich glaube E-Mail war gestern.
00:22:07: Ich dachte es ja eben, ich schreibe viele E-mails und ich schreibe schon auch selber aber lass sie dann korrigieren von der KI.
00:22:13: Ich glaube auch dass wir zusehends in eine Situation kommen wo wir eher über Chatbots mit Sprache interagieren.
00:22:23: Das ist jetzt vielleicht nach zwei, drei Jahre weg.
00:22:24: aber das wird sich meins nicht aufhalten lassen.
00:22:27: und weniger schreiben, weniger E-Mails.
00:22:31: Chat ist ja heute schon mit Teams auch das gängige Kommunikationsmittel.
00:22:37: also ich glaube... Wir sehen es dann auch physisch.
00:22:40: wir haben jetzt gerade, habe ich diese Woche gehört bauen wir wieder in jeder Etage einen Drucker ab.
00:22:47: Wir brauchen eigentlich mehr soviel Drucken, das ist alles schon digital.
00:22:51: Mir fehlt jetzt auch Artok ... Auch in der Technik.
00:22:54: Auch in den dezentralen Technikstandorten wird hier immer viel mehr digital gearbeitet.
00:22:59: Klar da gibt es immer noch ein paar Sachen, die muss man dann wirklich mit der Hand am Arm machen.
00:23:04: Das ist auch gut so und sollte auch so bleiben.
00:23:06: aber ich glaube die Unterstützung dabei, die ist halt schon gut wenn sie digital ist weil sie dann einfach auch nachhaltiger ist.
00:23:11: Man kann dann auch voneinander profitieren.
00:23:14: Jetzt hattest du gesagt, die KI korrigiert dir E-Mails.
00:23:17: Das sind ja eher so Sekretariatsaufgaben.
00:23:19: Tut die KI auch was Inhaltliches?
00:23:21: Wissensweiter Gabe oder ich habe das Stichwort gehört vom digitalen Zwilling.
00:23:26: Was davon machen wir und was ist das eigentlich?
00:23:29: Das waren jetzt zwei wichtige Themen.
00:23:31: Ich fange mit dem ersten an mit dem Wissensthema.
00:23:34: Das für mich ein zentrales Element.
00:23:36: Es gibt ja viele Leute, die sagen die KI nimmt uns die Arbeitsplätze weg.
00:23:40: Ich sehe das komplett anders.
00:23:42: Wir sind bei OGI eine Expertenorganisation.
00:23:44: Wir werden in den nächsten Jahren einen zweistelligen Prozentsatz dieser Experten verlieren, weil sie im Ruhestand gehen und damit verlieren wir immens viel Wissen.
00:23:52: Und dieses Wissen müssen wir irgendwie bewahren für die, die dann hier bei OGE arbeiten.
00:23:58: Damit die in der Lage sind diese komplexen Prozesse auch zu bewältigen muss man diesen Wissen konservieren.
00:24:04: Das haben wir im letzten Jahr begonnen mit KI zu machen dass wir von solchen Wissensabgängern deren Wissen aufnehmen, auf unterschiedlichste Art und Weise.
00:24:16: Also sie konnten das ganz klassisch aufschreiben, die konnten aber auch Videos aufnehmen.
00:24:21: Die konnten Audios aufnehmen alle möglichen Kanäle und diese Aufnahmen haben wir dann quasi in einer Datenmarkt gespeichert und haben die mit KI-Mitteln verfügbar gemacht für jeden.
00:24:34: also wenn jetzt ein Ingenieur der neu startet quasi wissen will, wie Prozess ABC geht.
00:24:41: Dann kann ihr das in den Chatboard reingeben und dann kriegt ihr eine Antwort mit entsprechenden Links.
00:24:45: Und auf diesen Datenpool wollen wir den Moment immer größer machen weil es geht ja nicht nur um die Ingenieure Es geht auch um die Kaufleute.
00:24:51: Das ist die Idee dass wir Wissen endpersonalisieren allen zur Verfügung machen, die es brauchen oder zur Fügung stellen, die sie brauchen Ja, die Technologien nutzen um besser zu werden.
00:25:05: Um schneller zu werden und vielleicht mit weniger Leuten das Gleiche zu schaffen oder mit den gleichen Leuten mehr zu schaffen.
00:25:09: Das ist die Idee dabei!
00:25:11: Wenn wir Wissen entpersonalisieren – das klingt ja jetzt schon echt futuristisch – wofür brauchen wir denn noch Menschen wenn wir das Wissen endpersonalisiert haben?
00:25:18: Der KI ist ja das wichtige dass die KI das macht was man ihr sagt.
00:25:24: Und wenn jemand etwas dummes oder irgendwie nicht ganz ausgefeilt ist, sagt dann macht die KI genau das und dafür brauchen wir Menschen.
00:25:34: Also wir nennen es in der IT Requirements Engineering.
00:25:37: also diese Anforderungen, die wir haben müssen wir gut formulieren.
00:25:41: Die müssen wir natürlich auch überprüfen.
00:25:43: Also Beurteilungskompetenz ist eigentlich das Stichwort dass ihr braucht und dafür brauchst Menschen.
00:25:47: Das kann natürlich eine KI bis zum gewissen Grad auch machen.
00:25:51: aber ich glaube wir reden ja auch nicht umsonst von Co-Piloten.
00:25:55: Wir sind ja jetzt nicht im Autopilot-Modus, sondern wir wollen immer noch drauf schauen und gucken ob das alles in Ordnung ist.
00:26:02: aber das ist eben schon wichtig dass wir da kompetente Mitarbeiter bei OGE haben die genau das machen können.
00:26:10: Und was hat es mit dem digitalen Zwilling auf sich?
00:26:13: Stimmt!
00:26:13: Das war die zweite Frage.
00:26:15: Genau
00:26:16: Meine Antwort war zu lang.
00:26:17: Ja der digitale Zwilling ist ja im Prinzip der Physik, also es gibt digitale Zwillinge für Verdichterstationen.
00:26:27: Es gibt digitales Zwilling von Pipelines und die Kunst ist eben mit diesen digitalen Zwillingen dann zu arbeiten.
00:26:36: Ich habe mal einen Vortrag gehört vom Tesla.
00:26:39: als sie ihr Werk in Brandenburg gebaut haben, haben dieses geschafft, dieses Werk innerhalb Hälfte der Zeit weniger als die Hälfe der Zeit zu bauen, weil sie halt mit digitalen Zwillingen gearbeitet haben.
00:26:52: Die haben also quasi vorher dieses Werk Digital dargestellt und haben damit verschiedene Sachen schon simuliert und konnten damit sehr viel schneller bauen und in verschiedenen Losen bauen, also gar nicht so klassisch gebaut.
00:27:04: Sie haben dann auch auch da sehr viel Zeit eingespart.
00:27:08: Und diese Idee dass ich halt im Bau schon mit digitalem Zwillinge arbeite und nachher natürlich spannend im Betrieb auch digitale Zwillinge nutze.
00:27:17: Wo kann ich die dann nutzen, indem ich Stress-Tests mache?
00:27:21: Also ich überlege wie lange der Verdichter laufen.
00:27:26: Das kann ich dann simulieren mit einem digitalen Zwilling ohne dass ich irgendwie Materialverbrauche oder schädige sondern es ist alles rein virtuell.
00:27:35: Ich kriege dann da Informationen raus und kann die dann eben auf meine physikalischen Komponenten übertragen oder andersherum, wenn irgendwo mal etwas kaputt geht dann kann ich in Sekunden schnelle gucken.
00:27:46: Wenn ich das alles digitalisiert habe, wo gibt es denn diese Teile noch und kann ich im Vorfeld präventiv schonmal die Teile austauschen?
00:27:56: Also da gibt's verschiedene Ansatzpunkte wie man das machen
00:27:59: kann.
00:28:00: Jetzt stelle ich mir das vor, wenn ich den digitalen Zwilling von einer Verdichterstation habe und da schon einmal simulieren kann, wie sich da Teile wohl abnutzen muss ich denn überhaupt noch vor Ort sein?
00:28:10: Ja, natürlich.
00:28:11: Also wir müssen ja für die Entstörung vor Ort sein.
00:28:14: aber im Grunde ist das schon ein Ansatz den wir auch hier häufiger diskutieren und das hat auch was mit Fachkräftemangel zu tun dass wir nicht mehr alle Experten überall... Wir sind ja eine dezentrale Organisation überall zukünftig haben können, dass man schon so ne Assistenz Prozedur sich vorstellen kann, dass in der Zentrale jemand sitzt und der in der Dezentrale jemand anleitet.
00:28:37: Das gibt es in anderen Unternehmen ja auch schon und das ist glaube ich auch die Zukunft.
00:28:42: aber auch dafür braucht's natürlich dann noch Menschen vor
00:28:44: Ort.".
00:28:45: D.h.,
00:28:45: ihr habt das richtig verstanden wenn ich sage, der digitale Zwilling oder die KI können unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort nur ergänzen und unterstützen, aber nicht ersetzen?
00:28:53: Ja genau, genau.
00:28:54: Das
00:28:54: schon mal tröstlich!
00:28:56: Bei den digitalen Zwillingen haben wir doch auch schon einen ganz konkreten Anwendungsfall.
00:28:59: Kannst du mit denen mal erklären?
00:29:01: Sehr gerne.
00:29:02: im hohen Norden, in Krumm-Hörn.
00:29:04: Die sind ja sowieso immer sehr progressiv bei solchen Themen dabei.
00:29:07: und dann einen kleinen Elektroloseur mit Stacks und der Wasserstoff wird dann genutzt für Wärme, für Mobilität, also unsere Autos werden damit betankt.
00:29:17: Und diesen ganzen Prozess haben wir komplett als digitalen Zwillinge digitalisiert auch tatsächlich mit Nakaida bei, die nämlich dafür sorgt dass wir den Strom sehr effizient beziehen.
00:29:30: Aber auch die ganze Operations der Wasserstoff erzeugen wird quasi digital abgebildet und das haben wir mit einem Start-up zusammen gemacht.
00:29:37: was wir hier aus unserem Ökosystem, wir sind ja beteiligt an dem Wasserstoff Hub da haben wir dieses Start up gefunden, SIBUS Cell heißt das und das ist eine super Applikation weil es eigentlich das erste Mal ist dann so ein End to end Prozess da abgebildet hat.
00:29:53: Da ist sogar die SRP, die große SRP auf uns aufmerksam geworden weil sie Interesse daran haben diese Prozesse auch abzubilden im Sinne von ob der Wasserstoff wirklich grün ist, der er erzeugt wird und wie der nachher in den Produkten weiter wie Stahl beispielsweise weiter verwendet wird.
00:30:08: also ein ganz spannender Use Case sehr klein aber das ist auch mal unser Motto Think Big Start Small, da haben wir erstmal einen sehr kleinen Angefangen Aber das hat schon Perspektive für mehr
00:30:18: Das heißt der digitale Zwilling-Bild jetzt ab von dem Strom, der erzeugt wird.
00:30:23: Aus dem wir mit Hilfe dessen die Elektrolyse betreiben bis hin zu dem Wasserstoffauto was dann ganz konkret davon betankt wird?
00:30:29: Genau!
00:30:29: Das ist ja spannend!
00:30:31: Super spannend!
00:30:32: Also jetzt Stromerzeugung muss man relativ sehen.
00:30:34: Wir beziehen auch teilweise Strom aber die Idee war schon da im hohen Norden haben viele Windräder dass eben der Strom aus Windenergie erzeuget wird und dann eben so einen kompletten NtoN Zyklus nachhaltig abgebildet haben.
00:30:47: Das ist ja schon spannend.
00:30:48: Zeigen wir einmal, wie kann Energiewende so ganz konkret aussehen von Anfang bis Ende?
00:30:53: Ja genau, das
00:30:53: hatte auch ein hohes Plitsch des Echoes.
00:30:55: Ich meine der Niedersächsische Ministerpräsident war mal da.
00:30:58: im.
00:30:58: Thomas-Hübner haben sich das angeguckt und das war schon ganz cool.
00:31:00: Da haben wir den noch stolz gezeigt in digitalen Zwillinge – und den realen!
00:31:04: Machen wir uns denn nicht digital abhängig von einer KI wenn wir die nutzen?
00:31:08: weil wenn die KI jetzt komische Dinge lernen, das hört man immer wieder an den Medien dass KIs auch manipuliert werden können, dann haben wir da nicht ein Problem mit.
00:31:16: Man muss da sehr achtsam mit umgehen, aber das ist für mich trotzdem unaufheizsam und auch ein Riesenschanz.
00:31:24: Wir haben von einem Jahr noch darüber gesprochen dass die KI haluziniert.
00:31:28: Das gibt es heute nicht mehr.
00:31:30: Eine Weiterentwicklung hatte eben diese Deepfakes angesprochen, das sind eine Bedrohung.
00:31:34: Aber ich glaube jeder der heute mit KI arbeitet weiß den Wert zu schätzen Und das ist ja eine enorme Arbeitserleichterung.
00:31:44: Diese Anforderungsspezifikation, normalerweise sitzen da Leute wochen dran – ne KI wenn die richtig gepromptet wird?
00:31:52: Also wenn die Leute die richtigen Dinge zur KI sagen habe ich das in Stunden.
00:31:57: Der riesen Vorteil ist ja, ich kann dann mich auch weitere wertschöpfendere Tätigkeiten fokussieren und muss nicht diese repetitiven Dinge machen.
00:32:08: Das ist schon eine Riesenschance!
00:32:10: So eine KI lernt ja auch dadurch, dass sie das was man eingibt sich merkt und verarbeitet in irgendeiner Form.
00:32:17: Wie verhindern wir denn, dass der Geschäftsdaten von OGE irgendwo anders landen?
00:32:20: Das haben wir von vornherein in unserer Architektur berücksichtigt.
00:32:24: Das war ein wichtiges Thema, was wir bei dem Betriebsrat sehr offen diskutieren.
00:32:29: Da haben wir einen sehr guten Austausch.
00:32:32: Der Betriebster hat auch seinen eigenen Chatbot.
00:32:34: Das war halt von der Architektur so vorgesehen, dass wir die Daten tatsächlich hier bei OGE anspeichern.
00:32:40: Wir nutzen da schon Cloud-Elemente aber das kann man so einstellen, dass die Daten dann nicht abfließen und beispielsweise hatten wir dann auch dedizierte Chatbots für bestimmte Bereiche.
00:32:51: also man nennt das sehr kuratiert zugeschnitten auf den einzelnen Bereich.
00:32:55: mittlerweile sagen wir okay wir können jetzt wieder zusammenfahren Und machen da einen Chatbott raus, weil es einfach von der User Experience ein bisschen einfacher ist.
00:33:03: Aber trotzdem bleiben die Daten bei uns und fließen nicht ab.
00:33:06: Wenn wir jetzt darüber sprechen dass KI immer mehr kann und immer weniger auffällt das KI eigentlich künstlich ist könnten sich auch zwei KIs hier unterhalten.
00:33:17: Absolut, absolut.
00:33:20: Das gibt es ja schon.
00:33:21: Es gab letztens ein Artikel aus dem Silicon Valley, dass es Agent-KI-Agenten Communities gibt die untereinander über die Menschen lässt dann.
00:33:30: Also ein bisschen Terminator Style in gut.
00:33:36: aber das ist tatsächlich so und klar das muss man halt... einordnen, aber eine KI macht ja erst mal nix aus sich heraus.
00:33:42: Sondern die KI kriegt ja immer Impulse, kriegt immer Anweisung von Menschen und solange das so ist gibt es auch keine Sorge dass da irgendwas Orttag ist.
00:33:52: Aber es ist schon so und damit beschäftigen wir uns tatsächlich auch mit diesen Agenten.
00:33:57: Dass Agenten mit Agenten kommunizieren in anderen Strichen also das hatte ich letztens auf einer Veranstaltung gesehen.
00:34:05: Das ist halt so ... CFO oder CEO-Agenten gibt, der quasi dem CEO dann sagt okay wie ist jetzt so der Herzschlag des Unternehmens?
00:34:13: und der greift dann wieder auf Subagenten zurück aus dem Einkauf, aus der IT, aus einer Kommunikation.
00:34:19: Und die sagen dem Agenten dann wie es in den Bereichen aussieht.
00:34:23: Dann kriegst du halt die Summary.
00:34:25: So wie im wahren Leben einer Unternehmung auch, nur dann eben virtuell.
00:34:29: Der Riesenvorteil da ist einfach das ist in realtime.
00:34:31: also du brauchst jetzt nicht zwei Wochen warten und irgendwelche Dokumente zusammensuchen, wie das heute ist wenn wir irgendwelchen zentralen Auswertungen machen.
00:34:41: Du kriegste es auf Knopfdruck, du kannst auf Knopftruck-Szenarien rechnen, du kriegest halt eine ganz anderes Fahrgefühl.
00:34:47: Das ist schon ein Game Changer.
00:34:49: Das klingt super spannend und effizient, aber auch ein bisschen unheimlich mit sich gestehen.
00:34:54: Ich bin froh dass wir uns hier nochmal in echt unterhalten können in unserem Podcast!
00:34:57: Ja also das muss man ja richtig einordnen.
00:35:00: ich glaube da leben wir ja immer entwellen.
00:35:03: mittlerweile ist es ja auch so... Also ich erinnere mich noch an die Zeit nach Corona.
00:35:07: Da waren wir alle total happy, dass war viel im Homeoffice war und ich nehme dabei eine Stimmung war nicht nur einen schönen sonnigen Tag wie heute sondern generell ... dass die Menschen sich ja wieder sehen wollen, ne?
00:35:19: Und jetzt kommen immer mehr Leute auch ins Office.
00:35:21: Damit man sie eben sieht, damit er mal einen Kaffee trinkt und immer ein Podcast machen kann.
00:35:25: Also ich sehe das total positiv!
00:35:27: Die Technologie hilft uns dabei dann vielleicht auch Zeit für so einen Kaffeemann zu haben... ...und nicht eben dann E-Mails schreiben zu müssen, sondern das macht dann die KI für mich.
00:35:36: Du hast eben gesagt, die Stärke von Menschen ist der gesunde Menschenverstand.
00:35:41: Meinst du, die KI schafft das irgendwann den zu simulieren?
00:35:44: Das glaube ich nicht mehr.
00:35:45: Ich glaube da sind halt Das ist halt zu differenziert, zu unterschiedlich.
00:35:53: Da bin ich eher
00:35:54: skeptisch.".
00:35:55: D.h.,
00:35:55: wir Menschen hier bei OGE bleiben noch unentwehrlich?
00:35:58: Was ein Glück!
00:35:59: Ralf ganz lieben Dank für das spannende Gespräch.
00:36:01: Ich habe eine Menge gelernt.
00:36:02: Gerne,
00:36:03: gerne.
00:36:03: Das freut mich bis zum nächsten Mal.
00:36:08: Bis bald!
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